Wo übernachtet man bei Bagpacking in den Alpen?
Das Budget eines typischen Bagpackers ist nicht gerade als üppig zu bezeichnen. Daraus ergibt sich zwangsläufig die Frage nach den Übernachtungsmöglichkeiten, die meist das größte Loch in die Reisekasse knabbern. Wer ohnehin bei dieser Reiseform größere Entfernungen zurücklegen möchte und nicht auf ein bestimmtes Gebiet festgelegt ist kann Nachtzüge und Nachtbusse ins Auge fassen. Man kommt schnell voran und spart die komplette Unterkunft, schließlich kann man auch im Bus schlafen. Bagpacker, die sich im Vorfeld für eine Route in den Alpen entschieden haben, bietet sich Couchsurfen als Möglichkeit an. Vor Reiseantritt kann man bereits Kontakte zu Einheimischen herstellen, die Unterkünfte in den Alpen anbieten.
Unterkünfte rund um die Alm
Dem neuen Trend dieser Reiseart haben sich jedoch inzwischen auch viele Hotels, Berghütten und Almen angeschlossen und bieten ebenfalls Unterkünfte in den Alpen an. Inzwischen werden in allen Alpenländern viele Touren angeboten, bei denen die Routen, Dauer und Übernachtungsmöglichkeiten von vornherein integriert sind. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass die Unterkünfte in den Alpen unter Umständen nur einfache Berghütten ohne Bewirtschaftung sind. Eine Tatsache, die viele Bagpacker eher erfreut denn traurig stimmen dürfte.
Ungeahnte Vorteile
Eine derartige vorher geplante Route hat immerhin den Vorteil, dass am Ende der Tour jemand weiß, dass man kommen muss. Eine Vorkehrung von nicht zu unterschätzender Bedeutung, wenn man einen Unfall hat und auf Hilfe angewiesen ist. Für eine richtig vorbereitete Bagpacker-Tour sind Übernachtungen normalerweise kein Problem. Bei der Vorbereitung zur Watzmann-Tour kann man beispielsweise neben der sehr guten Wegbeschreibung auch gleich bestimmen, welche Strecke man pro Tag zurücklegen möchte. In die Wegbeschreibung sind Hinweise eingearbeitet, wie viele Stunden man von einem Punkt zum nächsten benötigt. Man erfährt in der Vorbereitung, dass es von der Kühroint-Hütte bis zum Watzmann-Haus zwei Stunden und zur Mitterkaseralm eine Stunde Weg ist, oder dass man für die Wanderung vom Kärlingerhaus zur Wasseralm 3 Stunden benötigt. Für den etwas vorausschauenden Bagpacker müssen Unterkünfte in den Alpen somit kein Problem sein, solange man ausgewählte Routen einhält.
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